Mehr als nur Supermodels

Wenn die meisten Menschen an Models denken, kommen ihnen automatisch Namen wie Kate Moss, Gisele Bündchen oder Naomi Campbell in den Sinn. 
Diese ikonischen Supermodels dominieren die Modewelt, aber es gibt viele andere Arten und Kategorien von Fotomodels, die ebenfalls bemerkenswerte Karrieren und Einkommen haben.

Die verschiedenen Arten von Models

Die Vielfalt der Modelkategorien zeigt, dass es in der Branche Platz für viele verschiedene Typen und Looks gibt. Egal ob groß oder klein, schlank oder kurvig, jung oder älter – für jeden gibt es die passende Kategorie. Wenn du deine Stärken und deinen Stil kennst, kannst du die richtige Nische für dich finden und erfolgreich in der Modelwelt durchstarten.

  1. [Editorial]

    Jedes Model hofft darauf, einmal auf dem Cover der Vogue, Elle oder Cosmopolitan zu erscheinen. Zu Recht, denn wenn du auf einem Dieser Cover abgebildet bist, legt deine Karriere einen gewaltigen Zahn zu. Somit ist es verständlich, dass Covershootings sehr begehrt sind, auch wenn die Gage dafür niedrig ist.

    Die Tagesgage für Editorials ist ähnlich niedrig. Aber nicht jedes Editorial ist gleich stark. Editorials erfordern viel Arbeit und echtes Talent seitens der Crew. Der Fotograf sucht nach der perfekten Aufnahme, die die Aufmerksamkeit des Betrachters ab dem ersten Moment fesselt.

    Bei einem Editorial-Shooting muss ein Model sein schauspielerisches Talent entfalten und seiner Phantasie freien Lauf lassen können. Auf „Standard-Posen“ (Katalog-Posen) sollte verzichten werden.

  2. [Commercial]

    Commercial Models erscheinen in Werbeanzeigen, Katalogen und TV-Spots für eine breite Palette von Produkten. Sie repräsentieren den "Alltagslook" und müssen anpassungsfähig sein, um verschiedene Marken und Zielgruppen anzusprechen.

  3. [Plus size]

    Plus Size Models repräsentieren größere Konfektionsgrößen und sind in der Modeindustrie sehr gefragt, da sie die Vielfalt und Realität der Körperformen widerspiegeln.

  4. [Petite]

    Petite Models sind kleiner als die typischen Fashion-Models und sind besonders in der Werbung und in speziellen Modelabels für kleinere Größen gefragt. Sie müssen oft zwischen 1,55 und 1,70 Meter groß sein.

  5. [Lingerie/Bademode]

    Diese Models spezialisieren sich auf Badebekleidung und Unterwäsche. Sie müssen eine gepflegte, sportliche Figur haben und Selbstbewusstsein sowie eine gewisse Sinnlichkeit ausstrahlen.

  6. [Fitness]

    Fitness Models haben eine athletische Figur und erscheinen in Fitness-Magazinen, Werbeanzeigen und auf Veranstaltungen. Sie repräsentieren einen gesunden und aktiven Lebensstil und müssen oft eine strenge Fitnessroutine einhalten.

  7. [Best ager/ Senior]

    Best Ager oder Senior Models sind älter als 50 Jahre und repräsentieren die ältere Generation. Sie sind in der Werbung und in speziellen Modemagazinen gefragt, die sich auf ältere Zielgruppen konzentrieren.

  8. [Katalog]

    Katalog Models erscheinen in Print- und Online-Katalogen und repräsentieren Kleidung und Accessoires für verschiedene Marken. Sie müssen vielseitig sein und in der Lage, verschiedene Stile und Posen zu präsentieren.

  9. [Werbespot]

    Werbespot Models treten in TV-Werbespots auf und müssen neben einem ansprechenden Aussehen auch schauspielerische Fähigkeiten besitzen. Sie helfen dabei, die Botschaft eines Produkts oder einer Marke zu vermitteln.

    Der Übergang von Print- zur Fernsehwerbung verläuft bei Models oft fließend. Bei Fernseh-, Film- und Werbeproduktionen sind sie sehr begehrt.

    Wenn du nicht gerade ein schauspielerisches Naturtalent bist, solltest du in einen Schauspielkurs investieren.

  10. [Laufsteg]

    Laufsteg Models präsentieren Mode auf den großen Laufstegen der Welt. Sie müssen eine Mindestgröße haben und in der Lage sein, die Kleidung der Designer elegant und selbstbewusst zu tragen.

    Vor der Show wird die Reihenfolge der Mädchen festgelegt und eine Choreografie einstudiert. Dabei ist vor allem auf das Posing am Ende des Laufstegs zu achten. Dort werden Aufnahmen des Oberkörpers gemacht, achte also besonders auf deinen Gesichtsausdruck. Mittlerweile ist der Laufsteg wichtiger als jemals zuvor. Früher war man entweder ein Print- oder ein Laufstegmodel.

    Der Laufsteg ist mittlerweile wie ein großes, weltweites Go-See: Du wirst von Designern, Fotografen und Herausgebern von Modezeitschriften gesehen. Die Mädchen laufen bei Fashion-weeks am Tag auf fünf oder sechs Shows und die gefragtesten verdienen bis zu 20.000 € pro Auftritt!

  11. [Werbemodel]

    Werbeaufnahmen können sowohl im Katalog-, als auch im Editorialstil gemacht werden. Diese hängt von der Art der Kleidung und den Präferenzen des Kunden ab. Werbemodels sind in Print- und Online-Werbekampagnen zu sehen.

    Die Löhne für Werbeanzeigen sind im Allgemeinen höher als für Katalogaufnahmen. Je nach Verwendungszweck – für Magazine, Werbeplakate oder Ähnliches – und Dauer des Gebrauchs, können zu den jeweiligen Tagesgagen Boni dazukommen. Sie müssen flexibel sein und in der Lage, verschiedene Charaktere und Emotionen darzustellen, um die Werbebotschaft effektiv zu vermitteln.

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